Liebe mit allen Sinnen

Es war einer der verhassten Freitage. Eigentlich hätte Beatrice sich freuen können, dass sie die Arbeitswoche hinter sich gebracht und nun Zeit für sich hatte. Doch leider standen zwischen ihr und einem perfekten Abend zum einen ihre 13-jährige Tochter Tanja und zum anderen, dass Martin ein Geschäftsessen in Berlin hatte und dort übernachten würde.

 

Sie stellte sich bereits mittags auf den üblichen Ablauf ein. Nach der Arbeit würde sie das Haus putzen, Tanja vom Reiten abholen, für beide kochen und den Abend mit ihr vor dem Fernseher verbringen. Morgen Mittag, wenn ihr Mann wieder heimkehren würde, wäre alles erledigt. So war der Plan.

 

Doch diesmal kam alles anders. Sie bemerkte schon an der unverschlossenen Eingangstür, dass Martin noch einmal zu Hause gewesen sein musste, nachdem er morgens gegangen war. Aber warum? Er wollte doch direkt nach Berlin aufbrechen. Ihre Verpflichtungen ließen allerdings diese Frage bald verblassen. Sie holte genervt die Putzutensilien aus dem Keller und wollte gerade wie immer im Obergeschoss mit dem Wochenendputz beginnen. Im Flur blieb sie allerdings wie angewurzelt stehen. Sie fand dort einen roséfarbenen, gefalteten Briefbogen mit eingestanzten Herzen.

 

„Liebste Beatrice,

 

ich möchte Dich einladen, die Nacht mit mir im Hotel in Berlin zu verbringen. Pack Dir ein paar Sachen und warte um 18 Uhr darauf, was passiert.

 

In Liebe,

Dein Martin

 

P.S.: Der Code ist 3395“

 

Was hatte das zu bedeuten? Wie kam er auf einmal auf so eine Idee? Martin war die letzten Jahre alles andere als aufmerksam gewesen. Zu viel Arbeit hatte die gemeinsame Firma mit sich gebracht. Er war ständig gestresst und völlig unausgeglichen. Und was bedeutete dieser Code? Beatrice war mehr als irritiert. Mit dem Putzeimer in der Hand und der Erinnerung an ihre Verpflichtungen - so gespannt sie auch auf die Überraschung war, wusste sie doch nicht, wie sie das anstellen sollte. Sie legte den Brief zur Seite und holte ihr Handy, um Martin anzurufen.

 

Es sprang eine Mailboxnachricht an, die sie noch nie gehört hatte.

„Ich bin momentan nicht erreichbar. Sofern Sie über einen Code verfügen, geben Sie diesen bitte nach dem Pfeifton ein.“

 

Sie war irritiert. Was sollte das werden? Doch sie hielt den Zettel noch in der Hand und tippte ungläubig die Ziffern ein, woraufhin eine weitere Nachricht ertönte.

„Liebling, Du sollst nicht absagen. Es ist alles geregelt. Vertrau mir! Ich liebe Dich.“

 

Wie lange hatte Beatrice diese drei magischen Worte nicht mehr von ihm gehört? Seit dem Abitur vor 26 Jahren waren sie ein Liebespaar. Doch an seine letzte Liebeserklärung konnte sie sich spontan nicht erinnern. Ihr Herz machte einen kleinen Hüpfer. Sollte es wirklich so einfach sein, aus ihrer Routine auszubrechen und einfach diesem verlockenden Ruf zu folgen? Zunächst versuchte sie, diesen absurden Gedanken wegzuschieben und fing an, im ersten Zimmer Staub zu wischen. Aber die Versuchung und ihre Neugierde waren zu groß. Einen Versuch war es wohl schon wert. Sie packte einige Dinge zusammen, ging duschen, legte ihr bestes Parfum auf und wartete mit Blick auf die Uhr.

 

Es klingelte ein paar Minuten zu früh. Vor der Tür stand ein junger Mann mit Anzug und Chauffeursmütze, der sich als John vorstellte. Im Hintergrund sah Beatrice eine schwarze Stretchlimousine. Martin hatte offensichtlich weder Kosten noch Mühen gescheut. Sie war beeindruckt und freute sich auf ihre erste Fahrt in einem solch luxuriösen Auto. Bevor sie einstieg, überreichte der Chauffeur ihr einen weiteren roséfarbenen Brief.

 

„Fühlen. Riechen. Schmecken. Hören. Sehen. Lehn´ Dich zurück und genieß´ die Fahrt mit allen Sinnen. Ich freue mich auf Dich!“

 

Im Inneren wurde sie von Musik ihrer Lieblingssängerin empfangen. Weiße Rosen schmückten den Innenraum der Limousine, so wie einst die Kirchenbänke bei ihrer Hochzeit. Außerdem warteten ein Glas ihres liebsten Proseccos und Lachshäppchen auf sie. Beatrice lächelte. Sie erinnerte sich an die Anweisungen auf dem Papier und konzentrierte sich voll auf ihre Sinne. Das Glas ertastete sie mit ihren Fingern. Sie schnupperte an dem Inhalt, bevor sie ihn probierte und spürte das Prickeln der Kohlensäure auf ihrer Zunge. Dabei lauschte sie mit geschlossenen Augen den ruhigen Klängen. Besser wurde ihr Wochenende noch nie eingeläutet.

 

Etwa eine Stunde später erreichte sie Berlin. Sie wunderte sich, dass einige Gebäude bunt angestrahlt wurden. John erklärte ihr, dass gerade das „Festival of Lights“ viele Sehenswürdigkeiten nach Einbruch der Dunkelheit in die verschiedensten Farben tauchte. Die Regentropfen tanzten und glitzerten im Licht. Sie kam aus dem Staunen gar nicht mehr heraus. Auch das Hotel brauchte sich nicht zu verstecken. Im Gegenteil! Sie blickte an einer glänzenden Marmorfassade empor. Ein Concierge geleitete sie zum Eingang und hielt schützend einen Regenschirm über ihren Kopf, während ihr Gepäck bereits hineingetragen wurde. Sie fühlte sich durch den Luxus vom heutigen Tag jetzt schon wie die Queen höchstpersönlich. Ihre Vorfreude auf das, was noch kommen sollte, war riesig.

 

Der Concierge begleitete sie weiter bis zu ihrem Zimmer. Eine Untertreibung für das, was sie hinter dieser unauffälligen Tür erwartete - denn das war beeindruckender als alles, was sie bisher in anderen Hotels gesehen hatte. Die Wände wurden von massiven Holzvertäfelungen heimelig umschmeichelt. Wolkenweiche, helle Sofas luden zum gemütlichen Verweilen ein. Der ganze Raum wurde nur von Kerzen beleuchtet, die alles in einen zarten Vanilleduft und ein flackerndes, warmes Licht hüllten. Ein paar Moleküle von verbrannten Streichhölzern mischten sich angenehm unter den Duft. Auf dem Bett thronte der nächste roséfarbene Brief.

 

„Riechen. Definition: mit der Nase einen Geruch wahrnehmen. Deine erste Duftprobe befindet sich im Badezimmer. Ich komme gleich zu Dir.“

 

Sie schmunzelte. All das passte gar nicht zu ihrem Liebsten. Hatte er sich das etwa alles selbst ausgedacht? Viel Zeit zum Überlegen hatte sie nicht, denn im Bad warteten die nächsten Überraschungen auf sie. Die Wanne war unter einem schimmernden Schaumberg versteckt. Auch hier erhellten Kerzen das Zimmer. Der Badezusatz duftete nach Lavendel und Minze. Sie entledigte sich ihrer Kleidung und tauchte in das warme Wasser ein. Im Hintergrund ertönten Meditationsklänge, die sie wundervoll entspannten.

 

Da Beatrice mit dem Rücken zur Tür des Badezimmers lag, bekam sie das Eintreten Ihres Mannes zuerst nicht mit. Sie summte mit geschlossenen Augen die gerade erklingende Melodie mit, als ihr das herbe Aftershave von Martin in die Nase stieg. Überrascht blickte sie auf und schaute in seine himmelblauen Augen. Er sah gar nicht so angespannt aus wie sonst. Vielleicht hatte er sich heute auch ein Wellnessprogramm gegönnt. Sie erschnupperte seinen Duft, als wäre es das Kostbarste der Welt, und lächelte ihn an.

 

„Schön, dass Du da bist. Würdest Du Dich einmal hinsetzen?“

 

Sie errötete, weil ihr bewusst wurde, dass ihre Brüste über dem Schaum schweben würden, wenn sie das tat. Doch sie erfüllte seinen Wunsch. Martin sah liebevoll an ihr herab, stellte sich dann hinter sie und beugte sich zu ihr herunter. Seine Lippen waren direkt neben ihrem Ohr, als er flüsterte:

„Fühlen. Mit dem Tastsinn wahrnehmen, körperlich spüren. Konzentriere Dich nur auf Deine Haut, mein Engel.“

 

Seinen Atem so nah an ihrem Ohr zu spüren, ließ ihr einen warmen Schauer durch den Körper jagen. Beatrice schloss die Augen und wartete ab, was ihr Liebster nun mit ihr vorhatte. Sie hörte es hinter sich rascheln. Dann kratzte es leicht auf ihrer Haut, als Martin ihr mit einem Salzpeeling sanft die Schultern und Arme rieb. Sie atmete tief und achtete auf jede seiner Bewegungen.

 

Als er fertig war, deutete er ihr mit seinen Händen, kurz unter Wasser zu tauchen, um die Salzrückstände von ihrem Körper zu spülen. Sie setzte sich danach wieder aufrecht hin und wartete ab, was passierte. Der Bereich, den er Momente vorher noch berührt hatte, kribbelte angenehm. Ihr Mann griff zu einer Flasche, goss sich Öl in die Handfläche und bearbeitete ihre Schulterpartie nun mit einer zärtlichen Massage. Der Lavendelduft des Öls trug ebenso wie die gefühlvollen Striche seiner Finger dazu bei, dass sie sich noch weiter fallen lassen konnte.

 

Er verabschiedete sich plötzlich und unerwartet von ihr. Sie solle in Ruhe fertig baden und er käme bald wieder, versprach er ihr. Sie trocknete sich langsam mit dem flauschigen Handtuch ab und cremte sich mit der kühlen Bodylotion sorgfältig ein. Noch nie war ihre Haut so empfänglich für diese Berührung gewesen, obwohl das doch zu ihrer täglichen Pflegeroutine gehörte. Sie genoss es, sich überall mit der nach Vanille duftenden Creme einzureiben. Anschließend kuschelte sie sich in den bereitgelegten Bademantel.

 

In der Zwischenzeit hatte Martin etwas für sie vorbereitet. Eine weitere Nachricht lag neben einem Glas Roséwein und einer Schale voll Erdbeeren mit Sahne auf dem Couchtisch.

 

„Schmecken. Definition: mit der Zunge und dem Gaumen den Geschmack von etwas feststellen.

Lass Dir diese Köstlichkeiten munden.“

 

Die letzte Mahlzeit war schon eine Weile her. Bis auf die Snacks in der Limousine hatte sie seit heute Mittag nichts mehr gegessen. Doch trotz des Hungergefühls ließ sie sich Zeit, zunächst am Wein zu riechen und ihn im Glas kreisen zu lassen. Sie probierte einen Schluck des blumigen, leicht süßen Merlot. Er passte hervorragend zu dem säuerlichen Geschmack der Früchte. Diese tauchte sie in die Sahne ein und schleckte sie ab, bevor sie sie genussvoll zerkaute. Es schmeckte himmlisch und tat ihrem leeren Magen gut.

 

Kaum hatte sie aufgegessen, stand Martin wieder im Türrahmen. Er zog sie zu sich hoch in seine Arme und schaute ihr tief in die Augen. Sein Blick war voller Liebe und Begehren. Sie fühlte sich unsicher, weil er seinen schicken Anzug trug und sie im schneeweißen Plüschbademantel vor ihm stand. Als ob er ihre Gedanken erraten hätte, löste er die Umarmung und öffnete mit den Fingern die Knöpfe seines Hemdes. Der Stoff knisterte leise, als er sich erst des Sakkos entledigte, dann das Hemd nach hinten schob und an seinen Armen herunter gleiten ließ.

 

Sie fand ihren Mann nach all den Jahren genauso attraktiv wie damals. Seine Brust war noch immer muskulös und der Bauch fest. Erneut stieg ihr die Röte ins Gesicht, als sie sich dabei erwischt fühlte, wie sie seinen Oberkörper musterte. Ihr wurde bewusst, dass sie in den letzten Jahren zu oft im Dunkeln miteinander geschlafen hatten. Zu peinlich waren ihr ihre Problemzonen gewesen, als sie unverhüllt den Blicken ihres Mannes zu offenbaren. Erst in diesem Moment wurde ihr klar, dass auch sie sich in der Vergangenheit die Möglichkeit genommen hatte, ihren Mann dabei anzuschauen. Umso mehr genoss sie jetzt den Anblick seiner rasierten Brust, die vom Kerzenschein angestrahlt wurde.

 

Als nächstes griffen seine Hände an den Gürtel ihres Mantels. Er verharrte kurz in dieser Position und schaute sie an, so als ob er um Erlaubnis bitten würde. Sie nickte und er zog am Ende des Gürtels, sodass der Mantel sich in der Mitte öffnete. Beatrice atmete tief durch, schaute an sich herunter und dann wieder zu ihrem Mann. Sie war aufgeregt und ein wenig unsicher, als sie ihren Bademantel weiter öffnete. Seine Augen blitzten und verrieten, dass ihm der Anblick gefiel. Ihren Mantel ließ sie, dadurch ermutigt, zusammen mit ihren Hemmungen von sich abfallen.

 

„Sehen. Mit den Augen optische Eindrücke wahrnehmen. Also mir gefällt, was ich sehe“, flüsterte sie.

„Mir auch“, schnurrte er.

 

Martin griff an ihre Hüfte und zog sie nah an sich, um ihr einen zarten Kuss zu geben. Seine Lippen lagen weich auf ihren. Durch seinen leicht geöffneten Mund spürte sie, dass sich sein Atem beschleunigt hatte. Sie legte ihre Hände auf seine Brust und ließ sie langsam über den Bauch nach unten gleiten. Seine Haut war samtig und warm. Als sie an der Gürtelschnalle angekommen war, sog Martin tief die Luft ein.

 

Mit geschlossenen Augen kostete sie diesen innigen Moment mit ihm aus. Dann küsste er seine Frau, wie er sie schon lange nicht mehr geküsst hatte. Seine Lippen pressten sich leicht, aber fordernd auf ihre, seine Hand glitt an ihrer Wange entlang nach hinten in ihr Haar. Auch er erkundete sie zum ersten Mal so intensiv. Seine Fingerkuppen strichen zart an ihrem Hals entlang und griffen daraufhin in ihren Nacken. Währenddessen stieß er mit der Zungenspitze sanft zwischen ihre Lippen.

 

Beatrice hatte die Augen geschlossen und den Mund geöffnet, während er an ihren Lippen knabberte und seine Zunge die ihre umspielte. Seine Hände tasteten sich weiter nach unten, wo ihre Brustwarzen sich ihnen schon frech entgegen recken. Ein Stöhnen entfuhr ihr, als sie ihr Ziel erreicht hatten. So empfänglich waren sie noch nie für Berührungen gewesen. Immer noch im Raum stehend, leitete er sie behutsam rückwärts. Sie lege sich auf das unbekannte Bett, was unter dem Gewicht leise nachgab. Die Satin-Bettwäsche kühlte ihre erhitzte Haut. Um sie herum lagen rote Blütenblätter auf dem Bett. Ein zarter Rosenduft stieg ihr in die Nase.

 

Auch das Schlafzimmer war nur von Kerzen beleuchtet, die Martin überall verteilt hatte. Das Kerzenlicht brachte seine Augen zum Flackern. Er sah sie liebevoll an. Aus seiner Hosentasche zauberte er unerwartet ein schwarzes Tuch hervor.

 

„Vertraust Du mir?“, flüsterte er, als er das gefaltete Tuch auf ihre Augen legte.

Sie nickte. Ja, das tat sie. Sie vertraute ihm blind. Kaum waren ihre Augen verbunden, fühlte sie etwas Nasses und Kaltes, das sie kurz erschauern ließ. Ein Eiswürfel glitt langsam über ihre Haut. Er hinterließ eine Spur von Wasser und Gänsehaut auf ihrem Körper. An der einen oder anderen Stelle zuckte sie zusammen. Als Martin daraufhin aufhörte, bettelte sie jedoch, er solle weitermachen. Noch nie hatte sie etwas erlebt, was sie so an die Grenzen des Ertragbaren brachte und gleichzeitig so erregte.

 

„So, nach der Kältebehandlung mache ich es Dir jetzt wieder angenehm warm. Okay?“, fragte er. Seine rauchige Stimme war das schönste Geräusch, was sie je gehört hatte. Ohne die Möglichkeit, etwas zu sehen, war seine vertraute Stimme eine wichtige Orientierung für sie. Sie sagte nichts und wartete ab. Er tupfte ihren Körper mit einem angewärmten Handtuch behutsam ab. Sie wollte schon die Augenbinde abnehmen, doch das verbot er ihr.

 

„Na na, nicht so eilig. Ich bin noch nicht mit Dir fertig.“, schalt er sie im Spaß.

 

Er hatte nämlich noch ein weiteres Spielzeug mitgebracht, mit der er seine Liebste verrückt machen wollte. Eine lange, weiche Feder glitt kurz darauf über ihre kühle und dadurch empfindsame Haut. Martin fing an den Unterarmen an, ließ sie hoch bis zu den Achselhöhlen gleiten, wo sie sie leicht kitzelten. Von dort aus schlängelte er sich am Oberkörper herunter. Seine Frau räkelte sich und beugte sich der Feder entgegen, um sie überall zu spüren.

 

Er legte die Feder beiseite und zog langsam mit seiner Nase eine feine Linie von ihrem Hals zwischen ihren Brüsten entlang weiter abwärts. Ein warmer Schauer jagte durch ihren Körper, als er an ihrer empfindlichsten Stelle ankam. Sie vergaß alles um sich herum.

 

Dann befreite er sie von der Augenbinde und legte sich neben seine Frau, während sie sich wieder an die Lichtverhältnisse gewöhnte. Sie drehte sich zu ihm und küsste ihn leidenschaftlich. Ihre Hände strichen an seiner Brust und seinem Bauch nach unten, wo sie an seiner Gürtelschnalle anhielten. Sie brauchte einen Moment, um ihn aus der Hose zu befreien. Das langsame Ratschen des Reißverschlusses erregte ihn schon.

 

Auch er hatte an schöne Unterwäsche gedacht. Ihre Augen glänzten. Und das lag nicht nur an den vielen Kerzen. Sie sah in seinen Augen nicht die übliche auf das Ziel ausgerichtete wilde Begierde, sondern vor allem seine komplette Aufmerksamkeit, absolutes Vertrauen und tiefe Liebe.

 

Plötzlich klingelte ihr Wecker. Das Hotelzimmer verblasste vor ihren Augen und sie fühlte sich für einen Moment völlig orientierungslos. Langsam tauchte sie wieder in die Realität ein. Sie befand sich in ihrem Ehebett. Neben ihr lag ihr Mann, der sich reckte und streckte, so wie er es immer vor dem Aufstehen tat. Es war Freitagmorgen und sie hatte all dies leider nur geträumt. Doch dieser Traum hatte ihre Wahrnehmung verändert. Sie sah Martin mit ganz anderen Augen als gestern.

 

Und eines war sicher: Heute Abend würde sie ihn in seinem Hotel in Berlin überraschen und die Nacht würden die beiden nie wieder vergessen.

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© Stephanie Wagner